Mein Sir Spencer

 

 

So nenne ich ihn immer liebevoll, denn er ist in seinem Verhalten wie ein richtiger englischer Gentleman: zurückhaltend, höflich, nachgiebig, manchmal etwas introvertiert und er mag es vorallem friedlich.

 

Er kam, am 29.06.2007, im Alter von 10 Wochen in unsere Familie und veränderte unser aller Leben, vor allem aber meines. Er war unser und mein erster Hund. Wir hatten uns erst einmal damit zu beschäftigen, wie man mit einem Hund umgeht, damit er ein glückliches und schönes Leben bei uns hat. Das war das Wichtigste für uns. Im Vorfeld hatte ich schon einiges gelesen und angeschaut. Aber jetzt begann die Umsetzung.

 

Als Erstes war der Welpenkurs, in dem er schon ein paar Grundlagen für das gemeinsame Leben in der menschlichen Gesellschaft erlernte, aber auch den Umgang mit anderen Hunderassen seines Alters. Es war eine sehr schöne Zeit für uns alle, auch deshalb weil es ein sehr gut geführter Welpenkurs war. Danach kamen noch einige Junghundekurse, um zum einen unser Training noch weiter zu festigen und zum anderen eine schöne und sinnvolle Beschäftigung zu finden, an der wir beide Gefallen haben wie z.B. Agility, Obience, Nasenarbeit, Trickdogging und Mantrailen. Wir beide hatten an allen viel Spaß, aber am Besten gefiel uns das Trickdogging und Mantrailen.

 

Wir wurden ein gutes Team in dieser Zeit. Natürlich hatten und haben wir auch unsere Baustellen. Die größte Baustelle ist Spencers Jagdverhalten. Er ist ein Beagle und es liegt ihm sozusagen im Blut, denn dafür wurden Beagle gezüchtet. Aber es haben sich seit jener Zeit die Dinge geändert und in unserer Gesellschaft, in der ein Jagdhund sehr oft als Familienhund gehalten wird, ist dieses Jagdverhalten nicht akzeptabel. Außerdem hatte ich zwar viel gelesen und mir war bewusst, dass er Jagen könnte, aber ich wusste nicht wie das sein wird. Es war wirklich schrecklich. Ich hatte sehr viel Angst um Spencer, dass ihm was passieren könnte. Wir hatten also daran zu arbeiten. Dabei hatten wir beide viel zu lernen, es gab kleine Fortschritte und leider auch viele Rückschläge. Die Zeit war für mich fast wie in der Pubertät: "Himmelhoch jauchzend und dann wieder zu Tode betrübt". Aber es hatte sich gelohnt dran zu bleiben, nicht zu verzweifeln und nach vorne zu schauen. Ich kann meinen Hund jetzt auch, in bestimmten Gebieten, in den Freilauf schicken ohne Angst um ihn zu haben. Dann haben wir beide so viel Spaß und sind überglücklich. Schon das allein war das Training wert. Bei dem Training hatte ich mich mit dem Lernverhalten der Hunde zu beschäftigen, welches mich schon von Anfang an sehr faszinierte. Wie super und für beide Seiten schön es war, einem Hund über positive Verstärkung gewünschtes Verhalten beizubringen.

Mittlerweile ist Spencer nun schon 10 Jahre. Wir beide haben Höhen und Tiefen gehabt, aber ich habe den Entschluss nie bereut und bin froh gerade ihn gefunden zu haben. Er ist mein bester Freund, mein Seelentröster und Lehrmeister. Ich hoffe, er wird noch viele Jahre mich begleiten und noch einiges lehren.

Ich liebe ihn von ganzen Herzen und ich bin der Meinung, er hat bei uns ein sehr schönes und glückliches Leben!

 

Meine kleine Padme

Das sage ich immer zu ihr. Sie ist eine liebenswürdige Shar Pei-Hündin mit ganz viel Power und ca. 2,5 Jahre alt. Wir haben schon echt viel gelacht über sie, weil sie sehr tollpatschig ist. Sie ist freundlich zu jedem, ob Hund, Mensch oder Kind.

 

Am 01.08.2016 kam Padme, aus Málaga/ Spanien, zu uns. Aber wie kam es dazu? Warum ein Shar Pei?

Ich hatte schon lange den Wunsch nach einem Zweithund. Dieser Wunsch ging dieses Mal hauptsächlich von mir aus. Ich wollte einfach nochmal einen anderen Hund. Sicherlich war ein Grund, dass unser Ersthund Spencer erst sehr spät in unsere Familie kam. Nur wusste ich lange nicht was für eine Art Hund? Ich wusste nur eines, er sollte nicht jagen, eine Hündin sein und nicht vom Züchter kommen.

 

Am 18.08.14 wurde ich fündig. Ich bekam eine neue Betreuungshündin. Eine Shar Pei Hündin namens Olivia. Ich kannte diese Rasse noch nicht so gut und wusste nur, sie haben viele Falten und sind laut Hörensagen schwierig. Okay, schwierig sind Beagle auch sagen viele. Nun gut, Olivia hatte wenig Falten und der Begriff "schwierig" ist subjektiv. Das habe ich mittlerweile gelernt.

 

Olivia entpuppte sich als eine liebenswerte Hündin, die es mir aber nicht leichtmachte. Es hat lange gedauert bis Sie überhaupt Futter von mir nahm und sie Vertrauen zu mir aufbaute. Sie hatte ihren eigenen Kopf, fast wie mein Beaglechen. Das alles gefiel mir. Ich lernte andere Shar Pei's kennen und irgendwie waren sich alle ähnlich. Nun wusste ich, was es für ein Hund werden soll.

 

Ich fing an im Internet nach Shar Pei's in Not zu suchen. Dann habe ich den Gedanken wieder verworfen, weil es gut überlegt sein muss. Es gibt viel zu bedenken in meiner Situation. Es dauerte noch eine ganze Weile bis ich Anfang März diese Shar Pei Hündin namens Padme bei "Hilfe und Vermittlung für spanische Shar Pei's in Not" entdeckte. Sie hat mir sofort gefallen, man könnte sagen "Liebe auf den ersten Blick". Sie sah so traurig aus, aber irgendwie auch putzig. Die Beschreibung Ihres Wesens gefiel mir sehr gut und natürlich als Star Wars-Fan auch der Name.

Nun gut, ich dachte viel darüber nach, soll ich oder nicht. Außerdem gab es nicht so gute Neuigkeiten, ihr Auge war verletzt, sie musste operiert werden. Ich machte mir echt Sorgen um die Kleine. Nach der OP hatte sie Ihr rechtes Augenlicht verloren, also fast blind. Oh weh die Arme.

Ich besprach es mit der Familie und danach führte ich mehrere Gespräche mit der Tierschutzorganisation. Wir einigten uns darauf, dass Padme als Pflegehund für 2 Monate zu mir kommt, da ich noch prüfen musste ob es Probleme mit den Betreuungshunden gibt. Dann dauerte es noch 6 Wochen, bis wir eine Transportmöglichkeit gefunden hatten. Während dieser Wartezeit, verließ mich leider Olivia nach fast 2 Jahren Betreuung, sie ging wieder zurück nach England, in ihre Heimat. Ich war unendlich traurig und so froh das bald Padme zu mir kommen soll. Am 01.08.16 kam sie endlich gegen 19:45 Uhr in München an. Wir holten Sie dort ab. Es war so unbeschreiblich, wie froh und unbeschwert sie gleich auf uns zu kam. Ein schönes Erlebnis, welches ich nie mehr vergessen werde.

 

Jetzt ist Sie seit fast einem Jahr hier und hat mir bisher fast nur Freude bereitet. Ich entdecke hin und wieder einige Gemeinsamkeiten zwischen ihr und Olivia, bei denen ich immer schmunzeln muss oder erstaunt bin. Ich habe meinen Entschluss nie bereut. Ich liebe sie auch von ganzen Herzen. Man kann sagen Sie kam, sah und siegte. 

 

PS: Ihr rechtes Auge ist nicht blind. Sie kann super sehen. Wir gehen trotzdem regelmäßig zu Kontrolle beim Augenarzt.

Es gibt nur eine Sache, die mir bei Ihr Kopfzerbrechen bereitet. Könnt Ihr es erraten?  Meine Padme ist eine Jägerin. Wir Beide haben daran zu arbeiten. Ist aber nicht so schlimm. Ich kenn mich ja bestens damit aus und wir haben eine super Trainerin. 

Das wird schon. Es bleibt spannend...

 

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